keine andere Kirmesveranstaltung hat ihr Gesicht im Laufe der Jahre durch bauliche Veränderungen im Stadtbild so oft und gravierend verändert.Das kann sich positiv wie negativ auf das Gesamtbild der Kirmes auswirken.

Bei einer Straßenkirmes wird gewöhnlich die Innenstadt zum "Kirmesplatz" und nicht wie bei anderen Veranstaltungen die "grüne Wiese", die das ganze Jahr für die Kirmes freigehalten wird.

Das sich eine Innenstadt im Laufe der Jahrzehnte entwickeln muss ,

um attraktiv für die Käuferschicht zu bleiben, ist verständlich.

Das man aber für die Kirmes gar keine alternativen Pläne in den Schubladen hat ist bedauerlich,schliesslich geht es um den Erhalt von Brauchtum & Tradition .

Zwar wurde in den vergangenen Jahren durch den Abriss alter GHH Werkshallen und Bürogebäude kurzfristig an Platz dazugewonnen der für die Kirmes genutzt werden konnte,dieser aber mit umstrittenen Baumaßnahmen wie Hirsch Center, Praktiker Baumarkt,Sterkrader Tor,Parkhaus und Seniorenresidenz schnell wieder zunichte gemacht.

Warum man in Oberhausener Amtszimmern so wenig für Brauchtum & Tradition übrig hat, bleibt mir schleierhaft.

 

 

 

In den Jahren 2004/05 wollte man dann mal mit einem Versuch in das "Guinnes Buch der Rekorde"

zu kommen "glänzen".

Es wurden von ca.500 Schaustellern eine Masse an Fahr- und Reihengeschäften aufgefahren,die es manch kleinen Schausteller der über Jahrzehnte in Sterkrade einen Vertrag hatte schwer machte, überhaupt an Umsatz zu denken.

"Die größte Straßenkirmes Europas" schaffte es aber aus irgendwelchen "guinnestechnischen Gründen nicht in die Rekordliste.Diese Riesenkirmes hatte mit der Sterkrader Straßenkirmes auch eigentlich nicht viel zu tun,war aber dennoch ein Erlebnis,das so schnell nicht wiederholt wird.

Davon sind wir heuer meilenweit entfernt.

Es geht zurück zu den Wurzeln.

 

Auf ca.380 Schaustellergeschäfte die den 2,5km langen "Rundlauf" bebauen hat sich das Niveau jetzt eingependelt.1 mio. Besucher amüsieren sich hier jährlich lt. offiziellen Angaben in 6 Tagen.Ein Platz für eine Grossachterbahn wie z.B die AlpinaBahn ist seit 2009 nicht mehr vorhanden.Zu viele Stammbeschicker, sorgen für zu wenig Abwechslung.

Eine Premiere in Sterkrade hat es lange nicht gegeben.

Die Fronleichnamskirmes hat ihre große Zeit hinter sich, aber man freut sich dennoch drauf.

Was will man machen!? Manchmal gibt es dann doch eine Überraschung, doch diese werden immer seltener.

So war 2010

der Höllenblitz,

eine gewaltige Indoorachterbahn in Sterkrade zu Gast, die ihren zugewiesenen Platz auf dem Hirschhügel passgenau ausfüllte.Ein tolles Bild, das durch einen kleinen Schönheitsfehler,einen Autoscooter den man direkt davor setzte,in seiner Pracht ein wenig zerissen wirkte.Man sollte sich vielleicht mal insgesamt mehr Wechsel im Fahrgeschäftsbereich zutrauen.

Vieles wirkt sehr festgefahren.

Das in Sterkrade immer die selben Geisterbahnen stehen ist schon schwer zu verdauen,nie wird es ein "Dämonium" nach Oberhausen verschlagen ;-)

Auch aus dem "kleinen Markt" könnte man meiner Meinung nach gestalterisch noch was raus holen.

Ihr seht,die Sterkrader Kirmes liegt mir am Herzen und ich freu mich jetzt schon auf den 19.Juni 2019,

wenn es für 6 Tage wieder heißt:

 

JUBEL,TRUBEL,HEITERKEIT

...nächste Fahrt rückwärts !

Geöffnet ist die Kirmes:

 

 

Mi  :15 - 2 Uhr

Do :11 - 0 Uhr

Fr  :11 - 2 Uhr

Sa :11 - 1 Uhr

So :11 - 0 Uhr

 

Montag 11 - 0 Uhr (23Uhr Abschlussfeuerwerk)

 

ANFAHRT...